Für die meisten unserer Gäste ist sie der Höhepunkt der ganzen Reise: die Wüstentour nach Merzouga. Der Kamelritt in den Sonnenuntergang, die Stille zwischen den Dünen, das Lagerfeuer mit Berbermusik und am Morgen das erste Licht über der Sahara. Wir fahren diese Strecke jede Woche. Hier erklären wir, wie eine Tour abläuft, was Sie im Wüstencamp erwartet und was Sie einpacken sollten.
Was ist Merzouga und der Erg Chebbi?
Merzouga ist ein kleines Dorf im Südosten Marokkos, nahe der Grenze zu Algerien. Direkt dahinter beginnt der Erg Chebbi, ein Dünenmeer von rund 22 Kilometern Länge. Die höchsten Dünen erreichen etwa 150 Meter. Je nach Tageszeit leuchtet der Sand goldgelb, orange oder fast rot. Erg Chebbi ist die bekannteste Sandwüste Marokkos und gut mit dem Auto erreichbar, auch ohne Geländewagen.
Rund um Merzouga gibt es mehr zu sehen als Sand: das Gnaoua-Dorf Khamlia mit seiner Trommelmusik, die Fossilien von Erfoud und Rissani, die alte Karawanenstadt mit ihrem großen Markt, und kleine Oasen mit Dattelpalmen.
So läuft eine Wüstentour ab Marrakesch ab
Von Marrakesch nach Merzouga sind es rund 550 Kilometer über den Hohen Atlas. Die reine Fahrzeit liegt bei 9 bis 10 Stunden. Deshalb teilen wir die Strecke immer auf:
- Tag 1: Tizi-n-Tichka-Pass, die UNESCO-Kasbah Ait Ben Haddou, Ouarzazate, das Rosental und Übernachtung in der Dades-Schlucht.
- Tag 2: Spaziergang in der Todra-Schlucht, Fahrt durch das Ziz-Tal und am Nachmittag Ankunft in Merzouga. Dann steigen Sie aufs Kamel.
- Tag 3: Sonnenaufgang auf der Düne, Frühstück im Camp und Rückfahrt nach Marrakesch oder Weiterfahrt nach Fes.
Wer mehr Zeit hat, bleibt zwei Nächte. Dann gibt es einen ganzen Tag rund um den Erg Chebbi, zum Beispiel mit dem Geländewagen, mit Musik in Khamlia oder einfach mit Ruhe im Camp. Die passenden Routen finden Sie bei unseren Rundreisen.
Der Kamelritt in den Sonnenuntergang
Etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang geht es los. Ein Kameltreiber führt die Karawane, Sie sitzen auf einem Sattel mit Haltegriff. Der Ritt dauert rund eine bis eineinhalb Stunden. Das Schaukeln ist ungewohnt, aber nicht schwer. Auf halbem Weg halten wir an einer hohen Düne. Von dort sehen Sie, wie die Sonne hinter dem Sand verschwindet und die Farben sich ändern. Wer nicht reiten möchte, kann auch zu Fuß gehen oder mit dem Geländewagen zum Camp fahren.
Die Nacht im Wüstencamp
Das Wüstencamp liegt zwischen den Dünen, geschützt vor dem Wind. Es gibt verschiedene Standards, und wir wählen das Camp passend zu Ihren Wünschen:
- Klassisches Berbercamp: Zelte aus Wolle mit Betten und warmen Decken, gemeinsame Sanitäranlagen.
- Komfortcamp: Private Zelte mit eigenem Bad, Dusche und Strom.
- Luxuscamp: Große Zelte mit Doppelbett, Möbeln und Terrasse in den Dünen.
Am Abend gibt es Tajine, Salate und Minztee. Danach sitzen alle am Feuer, die Berber trommeln und singen. Und dann kommt der Moment, den keiner vergisst: Licht aus, Blick nach oben. Fern von jeder Stadt sehen Sie die Milchstraße mit bloßem Auge.
Merzouga, Chegaga oder Agafay: Welche Wüste passt zu Ihnen?
| Merzouga | Chegaga | Agafay | |
|---|---|---|---|
| Landschaft | Hohe goldene Sanddünen | Weite Dünen, sehr einsam | Steinwüste, keine Sanddünen |
| Ab Marrakesch | 2 Tage Anreise | 1 bis 2 Tage, letzte 60 km Piste | 40 Minuten |
| Ideal für | Die klassische Sahara | Abenteuer und Ruhe | Wenig Zeit, ein Abend |
| Bei uns | 3, 6, 8 bis 16 Tage | 4 und 11 Tage, Trekking | Dinner-Show mit Quad und Kamel |
Wenn Sie nur einen Tag in Marrakesch haben, ist die Agafay Dinner-Show eine schöne Wahl. Für das echte Gefühl der Sahara mit hohen Sanddünen empfehlen wir aber Merzouga oder Chegaga.
Packliste für die Sahara
- Kleiner Rucksack für die Nacht im Camp (das große Gepäck bleibt im Auto)
- Sonnenbrille, Sonnencreme und Kopfbedeckung. Ein Chech (Wüstentuch) gibt es vor Ort, wir zeigen Ihnen, wie man es bindet.
- Fleecejacke oder Daunenjacke, auch im Frühling. Nachts wird es kühl.
- Bequeme Schuhe oder Sandalen, Sand kommt sowieso hinein
- Stirnlampe oder Handy-Taschenlampe
- Powerbank und Feuchttücher
- Wasser kaufen wir unterwegs gemeinsam ein
Beste Zeit für eine Wüstentour
Die schönsten Monate für die Sahara sind März bis Mai und Oktober bis November. Dann sind die Tage warm und die Nächte angenehm. Im Hochsommer steigen die Temperaturen auf über 40 Grad, Ausflüge finden dann früh morgens und spät abends statt. Im Winter sind die Tage sonnig und mild, die Nächte aber kalt. Mehr dazu in unserem Artikel zur besten Reisezeit für Marokko.
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